Manifesta, die nomadische Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst, hat für 2016 die Destination Zürich ausgewählt. Vom 11. Juni – 18. September 2016 werden Projekte der elften Manifesta-Ausgabe an unterschiedlichen Ausstellungsorten in der Stadt gezeigt.

Kurator ist der deutsche Video- und Konzeptkünstler Christian Jankowski. Unter dem Titel «What People Do For Money: Some Joint Ventures» bringt er KünstlerInnen mit VertreterInnen verschiedener Zürcher Berufssparten zusammen. Mehr Informationen unter m11.manifesta.org/de

The Historical Exhibition: Sites Under Construction

«Was möchtest du mal werden, wenn du gross bist?» Von Kindheit an wird Arbeit als etwas dargestellt, das von wesentlicher Bedeutung für unsere persönlichsten Wünsche ist. Die Berufswahl spielt eine zentrale Rolle für die Entwicklung unserer Identität, dafür wie wir sprechen, uns verhalten und in welcher Beziehung wir zu anderen Menschen stehen. In einer Stadt wie Zürich, die als eine der zentralen Wirtschafts- und Finanzmetropolen der Welt gilt, sind die menschlichen Arbeitsformen komplex.

Sie sind daher auch Ausgangspunkt des kuratorischen Konzeptes, das sich mit einer der zentralen Fragen unserer Lebenspraxis beschäftigt: «Wie verdienst Du Dein Geld?»

Neben dem Bereich der Joint Ventures mit den künstlerischen Neuproduktionen, die in Künstler-Host-Beziehungen in einem lebendigen Prozess entstehen, beleuchtet die Hauptausstellung der Manifesta 11 am Beispiel ausgewählter historischer wie zeitgenössischer Positionen, wie menschliche Arbeit Thema und damit Untersuchungsgegenstand künstlerischer Reflexion sein kann. Ein besonderes Augenmerk gilt hier den konkreten Arbeitsbedingungen künstlerischer Produktion. Wo steht der Künstlermit seinen verschiedenen Möglichkeiten in der globalen Verwertungsgesellschaft? Wo positioniert er sich, wo wird er instrumentalisiert?


Anhand verschiedener Werkgruppen werden in The Historical Exhibition: Sites Under Construction Kunstwerke und nicht-kunstspezifische Materialien aus den letzten fünfzig Jahren versammelt. Die von Christian Jankowski und Francesca Gavin co-kuratierte Show gliedert sich in elf Themenkammern. Diese inspizieren die Schnittstelle zwischen Privatem und Öffentlichem, Persönlichem und Beruflichem, und stellen dabei die Frage, warum und wie Künstler die Bedingungen und Prozesse von Beschäftigungs- und Arbeitsverhältnissen porträtieren und hinterfragen und gleichzeitig auch mit ihnen interagieren müssen.


Die LUMA Stiftung freut sich, als Sponsor und Gastgeber die Projekte der Manifesta 11 auf zwei Etagen im LUMA Westbau im Löwenbräukunst Areal zu unterstützen.




Visualisierungen von Integral Ruedi Baur © Manifesta 11/Ruedi Baur