Reba Maybury

A-good-individual


 


A-good-individual


who – is that?


Is she a trans-dog?


No.


She is – actually – a – formidable – lecturer, – feminist – and – dominatrix – that – is influencing young minds-to think-about-Truly frightening-patriarchal oppression


she-believes -misguided-horny men with degenerate preferences-are-highly disturbed-insufferable-Mental-and Truly nuts


How does a creature like that get anywhere in life? – Eurgh- what an – utter waste of space- …..keep your distance


She is- teaching- socialist- supremacist ideals,


”subs-wearing- A- dog collar- give- her- gifts”


You can just tell that she’s- A- good-individual


 


Schwarzescafé im Luma Westbau präsentiert die erste institutionelle Ausstellung von Reba Maybury, kuratiert von Fredi Fischli und Niels Olsen.


Mayburys Werk weist keine eigene körperliche Arbeit auf. Stattdessen testet die Künstlerin das ungerechte Machtspiel zwischen herrischem Weib und gefügigen, gesellschaftlich produktiveren Männern, um zu einer Neuverteilung der Macht anzusetzen. Ein Fetisch biegt sich die Wirklichkeit zurecht, aber oft ist er nicht mehr als ein vorübergehendes Schisma selbstbezüglichen Vergnügens außerhalb der Arbeitszeiten von Bürohengsten. Ein erbärmliches Geheimnis männlicher Angepasstheit. Einwilligung ist anscheinend sehr wichtig. Ebenso wie Diskretion. Männer sind Ihr Medium. Das Werk besteht aus Opferungen, abgearbeiteten Aufgaben, fleissigen Verrichtungen, Objekten öder Hingabe, unreifer Malerei, Collagen, Gedichten und Aufzeichnungen von Lesungen. In der Ausstellung geht es darum, wie schlaff Macht aussieht, wenn sie das sentimentale Konzept einer „Alternative“ anstrebt.




Die Pornifizierung von Strenge, Strafe, Knechtschaft und Befehl offenbart ihr Elend, sogar ihre Tragik, sobald die Fantasie verfliegt. Dann fällt die wirkliche Diskrepanz zwischen der Herrin und Ihrem männlichen Untergebenen in das gesellschaftlich hinnehmbare Machtgefälle zurück. Mit einem Ergebnis, das als Frust noch vorsichtig umschrieben ist, lässt Maybury Ihre gehorsamen Sklaven so für sich arbeiten, dass Ihr davon mehr als nur flüchtiger Geldwert bleibt. Das Streuen der Macht muss jeden Begriff dieser Männer von Ihrem Wert und von der eigenen Lust sprengen. Maybury verlangt, dass Ihre erotische Aura der Strenge mehr hergibt als nur die Nutzung Ihrer selbst als sexualisierte Ware durch diese Männer. Angesichts deren erbärmlicher Mühen fällt alle Sensationsgier nach Sadomasochismus in sich zusammen. Auch Sie sind herzlich zur Demütigung eingeladen.


Reba Maybury ist Schriftstellerin, Künstlerin, Dozentin und politische Domina. 2015 gründete sie Wet Satin Press, einen Verlag, der sich mit exzentrischer, männlicher Sexualität auseinandersetzt. „Dining with Humpty Dumpty“ ist ihre erste Novelle und erschien im Jahr 2017. Sie lebt in London wo sie an der Central Saint Martins Universität ein Programm für subversives Denken unterrichtet. Ihre Radiosendung „Mistress Rebecca’s World“ wird regelmäßig auf NTS ausgestrahlt. Maybury wird von Arcadia Missa vertreten und hat bei Karma International, Los Angeles, Bridget Donahue, New York, Gavin Browns enterprise, New York, Schloss, Oslo, Balice Hertling, Paris ausgestellt und Lesungen gehalten. Ihre Arbeiten werden in kommenden Ausstellungen im Museum of Modern Art, Warschau, White Columns, New York und PPOW, New York gezeigt.