Schwarzescafé im Luma Westbau und gta Ausstellungen präsentieren

Drawings – La Muerte en Casa / Death at Home

by Smiljan Radić


La muerte en casa / Death at Home ist ein Projekt des chilenischen Architekten Smiljan Radić, das sich mit der zeitlichen und räumlichen Struktur des Mausoleums auseinandersetzt. Gleichzeitig entstanden mit dem Serpentine Pavilion von 2014 – der seinerseits eher zur Gattung landschaftlicher Zierarchitektur gezählt werden kann – reflektiert es Radićs Vorliebe für idiosynkratische Architekturen und deren atmosphärische Qualitäten, ähnlich wie sie Junichiro Tanizaki in Lob des Schattens von 1933 beschreibt.


Gezeigt werden im schwarzescafé eine Serie aus Zeichnungen, die Radićs Entwurfsprozess dokumentieren. Die Zeichnungen sind aber keine sterilen Skizzen zur Planung, sondern vielmehr Artefakte in eigenem Sinne – ein malerisches Herantasten an die Intensitäten und Verdichtungen einer Architektur, die als letzte Ruhestätte zwischen Ruine und Monolith, zwischen Melancholie und Andacht zu schweben scheint.

 In der Thematisierung der Architektur als schützende Hülle, als Zufluchtsort, ist La muerte en casa / Death at Home ein Weiterdenken des Projekts The Boy Hidden in a Fish, das 2010 an der 12. Architekturbiennale in Venedig zu sehen war.


Schwarzescafé im Luma Westbau und gta Ausstellungen freuen sich, die Ausstellung mit Zeichnungen von Smiljan Radić zu präsentieren. Diese steht im Dialog mit der Ausstellung Cloud ’68 – Paper Voice. Smiljan Radićs Sammlung Radikaler Architektur, die bei gta Ausstellungen am Hönggerberg bis zum 18. Mai 2018 zu sehen ist.


Die Ausstellung ist Teil der fortwährenden Aktivierung des schwarzescafé, das Heimo Zobernig 2016 für Luma Westbau konzipiert hat. Schwarzescafé ist ein Hybrid zwischen Café, Bibliothek, Ausstellungs-, und Projektionsraum, das je nach Bespielung verschiedene Funktionen erfüllt.